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Der EXIST-prime-CUP (http://www.exist-primecup.de) ist ein Planspielwettbewerb, der in 4 Stufen im gesamten Bundesgebiet ausgetragen wird. In der 2. Stufe, dem „Master-Cup“, finden die Veranstaltungen bei namhaften Unternehmen statt. Auch in diesem Jahr, genauer gesagt am 03./04.06.2010, war der Prime Cup deshalb wieder im Chemnitzer Werk für Kombinationstechnik der Siemens AG zu Gast. Natürlich trat auch die Studenten Initiative Siemens Sachsen e.V. mit einem Team an.

Die SISS-Vertreter Daniel Wunschel, Felix Lermer und Jens Opitz führten ein Unternehmen, welches Fernsehgeräte entwickelt, produziert und verkauft. Eigentlich eine überschaubare Aufgabe, könnte man denken. Doch weit gefehlt – es gab viel mehr zu tun als vorerst erwartet. Die Planung für jede der 5 gespielten Perioden, sprich Quartale, musste möglichst exakt erfolgen. Nach der Abschätzung des Marktvolumens und des eigenen Anteils daran mussten der Einkauf organisiert, die Fertigungskapazitäten in Bezug auf Personal und Maschinen geplant, der Absatz mittels Werbung, CI und Vertriebsmitarbeitern angekurbelt und natürlich auch in Forschung und Entwicklung investiert werden. Nicht zu vergessen ist ebenfalls die Beobachtung der Konkurrenz, denn deren Produktqualität und Preis beeinflussen maßgeblich den Markt und die sich ergebenden Marktanteile für die einzelnen Unternehmen. Und mit diesem Marktanteil steht und fällt nun einmal der eigene Unternehmenserfolg. Hinzu kommen sich ständig verändernde Randbedingungen wie die Fußball-WM und das Weihnachtsgeschäft, die zu einem starken Wachstum des Marktes führten, jeweils gefolgt von einer Verkaufsflaute. Man sieht also, dass viele Aspekte beachtet werden mussten und das Planspiel in dieser Hinsicht sehr realitätsnah war.
Eine weitere Aufgabe war eine Unternehmenspräsentation vor Vertretern der Controlling-Abteilungen des WKC und der Spielleitung, welche als „Aktionäre“ unserer Firma agierte und als Profis natürlich viele kritische Fragen zu den wirtschaftlichen Kennziffern unseres Unternehmens und unseren Ideen für die Zukunft stellten.
Unsere Position innerhalb der 6 Teams sah nach der ersten Periode recht gut aus, allerdings haben wir uns etwa nach der Hälfte des Spiels mit unserem geplanten Wachstum des Marktanteils übernommen. Dazu kam, dass ein Konkurrent in dieser Periode den Markt mit Billiggeräten überschwemmte, so dass wir einen herben Rückschlag einstecken mussten, von dem wir uns nur langsam erholen konnten. So kam es, dass wir am Ende auf Platz 5 von 6 gelandet sind.
Wir haben aber genau wie alle anderen Teams vor allem gewonnen – nämlich an Erfahrung, Wissen über komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge in einem Unternehmen und Unternehmenspolitik aus Sicht des Top-Managements. Diese Erkenntnisse sind enorm wertvoll für jeden einzelnen und nicht zuletzt auch interessant, unabhängig davon, in welchem Fachgebiet man studiert.
An dieser Stelle möchte ich der Siemens AG am Standort Chemnitz herzlich für die Unterstützung und den Veranstaltern für die hervorragende Organisation des Prime Cups danken!
Jens Opitz |